Klasse 5.2 bis 10.2(SJ. 2005 -2011) Gesamtschule Wulfen

Unser Ausflug zum Lehmbrück-Museum

Unser Ausflug zum Lehmbruck-Museum

 

Alles fing so an:

Frau Markussen (wer es nicht mehr weiß, unsere Kunstlehrerin) hat uns mehr oder weniger zu diesem Ausflug eingeladen. Die Kosten nahm die Sparkasse Vest uns ab. Dafür werden wir uns mit einer Ausstellung in der Wulfener Filiale der Sparkasse bedanken.

Wir haben das Museum in Duisburg an drei Tagen besucht. Wir sind an diesen Tagen immer mit dem Zug gefahren.

Als wir am ersten Morgen dort ankamen, wurden wir von der Museumspädagogin Frau Wolf (sieht nicht so schlimm aus, wie es anhört, siehe Fotos) herzlich begrüßt.

Am ersten Tag der drei Tage hat sie uns viele Plastiken des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (geb. 1881 in Duisburg, verst. 1919 in Berlin) gezeigt. Dabei hat Frau Wolf uns viele Informationen zu seinem Leben und seinen Kunstwerken mitgeteilt. So konnten wir das Anliegen des Künstlers, nicht allein menschliche Schönheit zu zeigen, sondern Probleme und Gefühle des menschlichen Daseins darzustellen, etwas besser verstehen. Nach der interessanten Führung und einer kurzen Pause, sind wir nach ca. 1 ½ Stunden in einen Töpferraum gegangen, wo wir selbst eine Tonskulptur herstellen konnten. Wir konzentrierten uns bei unserer eigenen Figur darauf, eine bestimmte Körperhaltung zu formen und damit ausdrucksvoll zu gestalten.

Als wir in Duisburg den Zug nach Oberhausen zur Rückfahrt „verpasst“ haben (wir standen am Ende des Bahnsteiges, wie blöd von uns!), hatten wir 15 Minuten Pause, um z.B. etwas zu Trinken oder zu Essen zu kaufen. In der Zeit meinten ein paar Schüler, an der Rolltreppe Unsinn machen zu müssen, sie legten die Rolltreppe „lahm“! (Wie kann man nur so erzogen sein?)

Als wir in den Zug nach Dorsten eingestiegen sind, hatten wir keine weiteren Schwierigkeiten. (Wir waren erst um 14:43Uhr statt um 14:02 Uhr in Dorsten; aber durch den Schüler-Eltern-Brief waren wir schon vorbereitet, dass es auch mal später werden kann.) Unsere Tonskulpturen haben die Fahrt größtenteils „überlebt“ und Frau Markussen war so nett, diese am nächsten Tag mit ihrem Auto zur Schule mitzubringen.

Die meisten Schülern waren erst um 16 Uhr oder noch später zu Hause. Dafür gab es keine Hausaufgaben auf, oder?!


Am  zweiten Tag im Museum hat uns Frau Wolf das teuerste Kunstwerk (eine Plastik „Frau mit Wagen“ im Wert von ca. 500.000 €) und den Rest des Museums mit einigen „verrückten“ und riesengroßen Kunstwerken aus Schrott gezeigt. Diese Figur und Kunstwerke von Tinguely seht ihr auf den Fotos zur Ausstellung.

Nach der Führung und einer kurzen Pause sind wir in den Arbeitsraum gegangen, wo wir heute, diesmal mit Schrott und Draht (jeder brachte etwas mit; Markus sogar echte Antiquitäten wie angerostete Kuchenformen) eine möglichst bewegliche Plastik bauen sollten. Z.B. bauten Kevin und Co. eine Dusche; Nils und ich „einen Verrückten“- schaut selbst in der Ausstellung, was uns alles eingefallen ist! Danach zeigten ein paar Schülern ihre Ergebnisse und gaben ihren Kunstwerken Namen. Als wir zur Rückfahrt wieder im Duisburger Bahnhof waren, mussten wir feststellen, dass die S-Bahn 5-10 Minuten Verspätung hatte. So hätten wir in Essen keinen Anschluss bekommen und deswegen haben wir in Duisburg ca. 15 Minuten auf den Zug nach Oberhausen gewartet. In der Zeit sind die Schüler, die angemessenes Rolltreppenfahren noch lernen wollen, zu einem Bahnbeamten gegangen und haben sich dafür entschuldigt, dass sie am Vortag an der Rolltreppe Unsinn gemacht haben. Danach sind wir mit dem Zug bis Oberhausen, dort nach Dorsten umgestiegen und zum ZOB gefahren. Manche unserer größeren Schrottskulpturen litten anschließend unter erheblichen Transportschäden und mussten erneut in die Werkstatt. Mandy lieh uns ihre Heißklebepistole zur Reparaturschicht, danke!

 

Am dritten Museumstag haben wir mit Frau Rewe Bilder, die der Künstler und Bilderbuchillustrator Jörg Müller gemalt hatte, betrachtet und besprochen. Thema dieser Führung war „Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft“. Mit vielen Einzelheiten stellte der Künstler dar, wie sich nicht nur die Landschaft, sondern damit auch das Leben der Menschen völlig verändert. Z.B. sah man auf dem letzten Bild, dass Kinder nur noch auf einem kleinen umzäunten Platz, umgeben von Häuserreihen und Straßen spielen konnten. Nach einer Pause bauten wir in Gruppen bestimmte Gebäude mit Metallklötzen; eine Schule, ein Krankenhaus, ein Einkaufszentrum usw. entstanden nach unseren Ideen. Danach durften wir in unserem Atelier selbst ein Bild mit Acrylfarbe gestalten. Unsere Aufgabe war es, die von uns erlebte Veränderung an unserem Wohnort darzustellen oder unser Dorf oder unsere Stadt so zu malen, wie wir dort wohnen wollen. Wir hatten alle Spaß dabei. Leider wurden nicht alle Gemälde fertig, so dass manche Kunstwerke noch in der Schule fortgesetzt werden mussten. Ricarda lieh uns dazu ihre Acrylfarben. Dankeschön!

Einige wenige Experten mit besonderem Kunstverständnis meinten, dass man Gemälde zusammenfalten und in den Rucksack zwischen Butterdose und Getränkeflasche transportieren sollte. Frau Jacoby bekam eine echte Krise, zumal so einige Werke nicht mehr zu retten waren.

Als wir im Bahnhof auf Gleis 5 zuliefen, sahen wir schon, dass die S-Bahn schon wieder Verspätung hatte. (Also das gleiche Spielchen wie an den anderen zwei Tagen.) Auf der Fahrt von Oberhausen nach Dorsten gab es keine Schwierigkeiten, „zum Glück“! Aber trotzdem waren ein paar Schülern erneut erst gegen 16 oder 17 Uhr zu Hause. (Herr Hackes Kommentar: So früh schon.“)

 

Autor: Robin Schwarze, Klasse: 8.2 GSW

Kurze Informationen zu unseren Schwerpunkten:

* „Das 1964 gegründete Lehmbruck-Museum (heutiger offizieller Name: Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum – Zentrum Internationale Skulptur) geht zurück auf das Duisburger Kunstmuseum, das 1929 gegründet wurde. Das heutige Museum ist benannt nach dem Bildhauer Wilhelm Lehmbruck († 1919), der 1881 im heutigen Duisburger Stadtteil Meiderich geboren wurde. Der Museumsbau am Rand des Kantparks in Duisburg aus dem Jahre 1964 wurde von dem Sohn des Künstlers Prof. Manfred Lehmbruck (1913–1992), einem renommierten Museumsarchitekten erbaut. Die Sammlung des Museums besteht hauptsächlich aus den bildhauerischen Werken Wilhelm Lehmbrucks und den Plastiken anderer nationaler und internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts.“ (www.wikipedia.de)

 

** „Seit Mitte der 50er Jahre beschäftigte sich Tinguely mit dem Bau motorenbetriebener Maschinenplastiken, die er aus Draht, Blech und allerlei anderen Fundstücken und Schrottteilen zusammensetzte. Seine beweglichen Plastiken werden vom Betrachter als höchst aktiv, anrührend, heiter und verspielt, oft als witzig und manchmal auch als melancholisch erlebt. Er begann sein umfangreiches Werk mit zerbrechlichen und zittrigen Draht-Blech-Kompositionen. Die Blechteile besitzen meist eine bunte Bemalung. Um 1960 erfand und baute Tinguely Zeichenautomaten, die auf Papierformaten und -bahnen maschinelle Zeichnungen anfertigen konnten. Seit 1996 zeigt das Tinguely-Museum Basel in einer permanenten Ausstellung einen Großteil seiner Werke.“ (www.wikipedia.de)

 

 

*** Skizzen, Illustrationen, Bilderbücher von Jörg Müller und Schülerarbeiten    aus NRW

 

 

Alle Jahre wieder saust der Preßlufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft

Jörg Müllers unkommentierte Bildtafeln erschütterten die Bilderbuchlandschaft wie ein Erdbeben. Hier wurde zum ersten Mal die nüchterne Bestandsaufnahme der Veränderung einer Landschaft und einer Stadt innerhalb von 20 Jahren zum Thema eines Bilderbuchs gemacht. Nie zuvor hatte jemand in diesem verharmlosten Medium gewagt, die Dinge einfach so zu zeigen, wie sie waren: ungeschönt, unsentimental; moralisch aber nicht moralisierend. Die dokumentarische Sachlichkeit bleibt das Markenzeichen der Bilderbücher Müllers. Es geht ihm um den Verlust der Menschlichkeit in einer durch Profitmaximierung gekennzeichneten Gesellschaft und es geht um die Schulung des aufmerksamen und kritischen Blicks der jungen Betrachter. In Anlehnung an das Werk von Jörg Müller werden Kinder und Jugendliche im Rahmen des ausstellungsbegleitenden Programms dazu aufgefordert, die architektonische Veränderung ihrer Umgebung zu dokumentieren.“ 

 

 

 

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